Torsten „Duracell“ Scheinpflug

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Club: Juventus Patella, Mitglied der Tippliga seit 2006 / CL 2013, Meister 2011 und Vizemeister 2016, Gewinner der Europa League 2015
Land: Russland

Auch Torsten hat wohl in Leipzig studiert, aber irgendwie war bei ihm alles anders, er hat woanders gewohnt (da hinterm Aldi), und war auch nie an der UNI – vielleicht ein Ingenieur-Studium??? Jedenfalls habe ich ihn selbst nur ein paar Mal gesehen, was schade ist, denn wir hatten doch etwas Spaß („Jetzt lässt er sich bedienen!“).

So waren meine Erinnerungen: Die biografischen Hervorhebenswertheiten lauten so:

Wie ich richtig erinnerte, stammt Torsten aus dem erzgebirgischen Olbernhau, also ganz in der Nähe der Metropole Dörnthal.

Nach 10 Jahren Grundschule hatte Torsten das nicht schöne aber seltene Glück, das Abi mit unser aller Freund Hermann zu bestreiten. Dann folgte der Zivildienst im Altersheim in Dörnthal. 1997 ist er dann endlich in Leipzig gelandet – das ist unter anderem das Jahr, in dem sich Gott und der König auf die Referendarslaufbahn begaben, Gott freilich schon außerhalb von Leipzig. Torsten studierte Informatik an der FH. Dort kam er, wie er selbst bedauert, viel zu selten mit dem königlichen Hofstaat in Berührung. Bei Erinnerungen an die Stunden im Eck-Café bei Hans und die edlen Gespräche kommen ihm noch heute die Tränen. Im ersten Semester im Wohnheim Friederikenstraße (…das ist das da hinterm ALDI) hatten ein paar Leute (Melde sich, wer dabei war, ich glaube wir hatten Broilerhälften…) mal eine schöne Bundesliga-Manager-Session. Danach zog er in die Bahnhofs-WG (Rudolf-Breitscheid-Str.) um. Unter Führung von WG-Mitglied Hardy Winter entstand dort das legendäre ‚WORLD OF PIRATES‘ online Spiel, zu welchem er mit ein paar Grafiken beitragen durfte. Letzten Endes hat es ihn dann nach Wiesbaden verschlagen – zu einer Automatisierungsfirma. Heute wohnt er in einem Dorf im Rheingau. Dort heiratete er die Schwester von Tony Frenzel und ist mittlerweile Vater zweier strammer Söhne (Paul 5 Jahre und Max 2,5 Jahre, jetzt freilich schon um einiges älter).

Torsten hat von 1981 bis 1998 aktiv Ringkampfsport betrieben. Eine olympische Karriere wurde aber (wie bei Marian) durch mehrfache Patella-Luxationen an beiden Knien verhindert (Daher auch Juventus Patella).

Musikalisch eher aus dem Deutsch-Punk-Umfeld kommend, versorgte ihn wiederum Hermann als strahlendes Vorbild und musikalischer Wegweiser anschließend unfassend (Tippfehler oder meint er „unfassbar“?) mit allen möglichen Richtungen.

Und wieder war es Hermann, der ihn auch in die Tippliga gebracht hat.

Als Tipper ist er innerhalb der Runde freilich ein Phänomen. Er hatte über die ersten 5 Jahre den höchsten Punktedurchschnitt (6,92 – fast um 0,3 Punkte mehr als der Drittplatzierte!!!), die prozentuell wenigsten Gegentreffer (5,69). Das heißt, im Durchschnitt gewinnt er jedes Spiel um 1,23 Punkte! (Zweitbester WOHFG 0,81) Es gibt also weit und breit niemanden, der ein solches Verhältnis aufzuweisen hat! Er blieb trotzdem bis kurz vor Ende der letzten Saison ohne einen einzigen zählbaren Erfolg. Das hatte nun gerechterweise ein Ende und so geht Torsten als Titelverteidiger ins Rennen. Immerhin ist er der einzige, der bisher immer die Qualifikation für die Champions League geschafft hat. Die Meisterschaft ist der ehrlichste aller Titel. In allen anderen Wettbewerben schnitt Torsten erstaunlicherweise ziemlich schlecht ab, fünfmal Achtelfinale im DFB-Pokal sind geradezu skandalös. Hier ist sicherlich Nachholbedarf vorhanden, aber jetzt wird sich Torsten mit Sicherheit einer anderen Aufgabe annehmen, die Verteidigung des Titels, ein Unterfangen, das noch niemandem gelungen ist! Seine Chancen schätzt er realistisch so ein: „Ich hoffe auf eine ähnlich gute Saison wie letztes Jahr, aber so viel Glück ist schwer zu wiederholen.“

Karriere als Clubtrainer (Juventus Patella)

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Rekorde
Höchster Heimsieg: 12:3 (2010, Spartak Jihlava)
Höchste Heimniederlage: 4:13 (2014, Polly United)
Höchster Auswärtssieg: 10:2 (2014, Los Merengues, 2015, Traktor Rumpel)
Höchste Auswärtsniederlage: 3:9 (2007, AC LG-team), 2:8 (2008, Edelpups), 6:12 (2014, Korpiklaani)
Torrekord Heim: 14 (2015, Polly United)
Gegentorrekord Heim: 14 (2009, 2012 Polygraftechnika)
Torrekord Auswärts: 17 (2013, Kaizerchiefs)
Gegentorrekord Auswärts: 16 (2012, 4ever Man FC)

Serien

8 Spiele in Folge gewonnen (2007/08, FK Morfius)
15 Spiele in Folge nicht verloren (2010/11 GV „Edel tun“)
8 Spiele in Folge nicht gewonnen (2012/13, Los Merengues)
4 Spiele in Folge verloren (2007/08, Liptákov FC)

2012: Der Saisonauftakt war eine schiere Katastrophe – Titelverteidiger haben´s schwer. Aus den ersten sieben Spielen holte Torsten 4 von 21 Punkten, konnte kein Spiel gewinnen – neuer Negativrekord, dann kam zum Glück das bereits relegierte Team Edelpups – der Sieg lautete 2:0 – gegen keinen der anderen Tipper hätte er damit gewinnen können, es folgten eine weitere Pleite. Nach neun Spieltagen Abstiegsplatz! 7 Punkte (0,8 Punkte pro Spiel), drei davon geschenkt… Wie muss Torsten sich damals gefühlt haben??? Aus den restlichen 25 Spielen holte er dann 52 Punkte (Schnitt 2,1 pro Spiel… Polygraftechnika holte allerdings 61 Punkte, 6 davon direkt gegen Juventus). Krise überstanden, Champions League gesichert, nächstes Jahr Titelkandidat Nummer 1 – das isser! Nur mit den Auftritten in Pokal- und Nationalmannschaftswettbewerben kann er absolut nicht zufrieden sein.

2013: Auch dieses Jahr lief nicht ideal, auch was den sonst so treffsicheren Angriff anbelangt, wurde in der Saison nur Durchschnitt erreicht. Zunächst einmal muss gesagt werden, dass Juventus in dieser Saison die höchste Anzahl an Unentschieden aufzuweisen hat – so etwas wird ja bekanntlich durch die Drei-Punkte-Regel bestraft. Selbst wenn er statt der neun Remis vier Siege und fünf Unentschieden erreicht hätte, könnte er wieder Champions League spielen. Jedenfalls hat er es neben Spartak als einziges Team geschafft, langfristig immer einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen – und das trotz seiner schlechtesten Platzierung bisher überhaupt. Dafür bedurfte es allerdings eines Eigentores des Wolfsburger Rodriguez in der 90. Minute des letzten Spieltages – ohne dieses wäre Juventus um vier Plätze niedriger eingeschlagen. Ähnlich wie bei Dortmund lief es diesmal national nicht optimal, dafür konnten die Fans auf internationaler Bühne begeistert werden. Nach fünfmaligem Ausscheiden in der CL-Vorrunde in Folge, konnte der Titel dieses Jahr endlich errungen werden.

2014: Wie so vieles, relativiert sich auch das makellose Tippen des Juventus-Patella-Teams… Oder: Endgültig auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Um sechs Tore verpasste er – wieder knapp -die Qualifikation für die Champions League, ist nun zum zweiten Mal – nach sechs Jahren Dauerzugehörigkeit nicht dabei! Besonders die Rückrunde lief schlecht, nur Platz 11 – trotz des erwartungsgemäß guten Wertes bei den geschossenen Toren, der vierthöchste.

2015/16: Torsten war gut, wieder einmal. Betrachtet man die Tatsache, dass Torsten noch nie einen zweistelligen Tabellenplatz erreicht hat, wundert man sich eigentlich, weshalb er noch nicht mehr Titel einstreichen konnte. Immerhin gelang ihm 2015 der Sieg der Europa League, qualifizierte sich auch in den abgelaufenen Spielzeiten wieder für die Champions League (8mal in 10 Saisons), konnte dort allerdings nur selten überzeugen. Zum „Grand Slam“ fehlt ihm freilich noch der DFB-Pokal. Dort tat er sich auch diesmal wieder schwer, zweimal das Aus im Viertelfinale. 2016 spielte er bis zum Saisonschluss um die Meisterschaft mit, Dukla legte aber noch einmal zu, so dass er sich mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben musste.

Karriere als Nationaltrainer (Russland)
Im Gegensatz zu den nationalen Wettbewerben, ist Torsten international nicht erstklassig. Jedenfalls war das so bis zum letzten Jahr, als er nach fünfmaligen Ausscheiden in der Vorrunde die Champions League gewinnen konnte.
Allerdings sieht die reine Bilanz weit besser aus, als das die Platzierungen vermuten lassen.
2014: Wieder Dritter. Aber trotz des knappen Ausscheidens gegen Kiribati muss auch das sicher als gutes Ergebnis gewertet werden. Jedenfalls steigerte sich Russland, wenn man so will, während des Turnierverlaufs…

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