„König“ Klaus Mike Hübner

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Club: Polygraftechnika Oleksandrija, Leiter der Tippliga / Meister 2006, 2012, 2014 und, Pokalsieger 2013 und 2015, CL 2010 und EL 2009 und 2014
Land: Ukraine

Der König arbeitet als Deutschlehrer im Ausland, von 1999 bis 2001 in Oleksandrija/Ukraine, seitdem in Jihlava/ČR. Vorher absolvierte er sein Referendariat am Kepler-Gymnasium, in Leipzig, welches aus Trauer seines Abgangs im Juni 1999 abgerissen wurde.

Als Lehrer ist er dafür verantwortlich, viele seiner Schüler in die Tippliga geführt zu haben. Die dabei erfolgreichsten sind: Pavel Zeman (Tippweltmeister 2006 und Vizemeister der Tippliga), den er so wie Luboš Morkus (Morfius) und Michal Sobotka (IP Polná) bis 2009 und Honza Dočekal (Tippweltmeister 2010) ab 2009 auch als Klassenlehrer betreute, ferner Tomáš Vrzáček (Scorpions – Tippeuropameister 2008 und Meister der TL, CL-Sieger), die Farkač-Brüder (AEF, zweifacher DFB-Pokalsieger, Slavia Revival EL-Sieger), dann Tomášs ehemalige Mitschüler Pavel Pleško (Vizemeister), Honza Strnad FC Birds), Lukáš Komárek (Socka Kozlov), dann Kuba Zeman (Mlékárná bzw. Korpiklaani Polná), das einzig durchgängige tschechische Mitglied in allen Tippliga-Saisons. Zuletzt sei noch Martin Tuma (4ever ManU FC) erwähnt, der zweite tschechische Tippligameister. Neuerdings gelang es ihm, weitere Sportsfreunde aus seinen Klassen zu gewinnen. Insgesamt vier seiner Schüler nahmen erstmalig an einer WM (2014) teil.

KMH hat zwei Kinder, Marian (geb. 1994, Tipper) und Esther (geb. 2008), ist glücklich verheiratet.

Lieblingsmannschaften hat er schon lange nicht mehr, mag jedoch erfolgreichen und spielfreudigen Spielstil wie zuletzt von Dortmund, in der Meistersaison 2008 von Wolfsburg präsentiert. In der Hochzeit von Mintal mochte er Nürnberg, aber auch Bremen. Seine Abneigung gegen den FC Bayern ist in den letzten Jahren zurückgegangen, da dessen seiner Meinung nach unmöglichste Spieler nicht mehr da wirken (Kahn, Salihamidzic, van Bommel u.a.), allerdings rollen sich bei ihm die Fußnägel hoch, wenn die Namen Robben und Gomez fallen. Dann wäre da noch der Fall „Sammer“.

KMH ist des weiteren Sammler von Tonträgern (Muslimgauze, Nocturnal Emissions, Nurse With Wound, Current 93, KaSpel, Lakomy u.v.a.). Sein eigenes musikalisches Projekt heißt Vojenská Nemocnice, wobei ihm momentan (seit der Geburt von Esther) einfach die Zeit fehlt, so dass viele Projekte im Moment eingefroren sind. Trotzdem ist für spätestens 2012 ein neues Album mit Adaptionen proletarischer und anderer Kampflieder geplant. Bis zum heutigen Tage kam es freilich nicht zu dessen Realisierung. Ebenfalls auf Eis gelegt ist das Projekt HELDENMUTTER, in dem er seit 1995 zunächst vor allem mit Marschall und WOHFG, ab 2001 mit seinem Marschall und Marian musizierte.

Erreichbar ist er bei Facebook (Klaus Mike Hübner) und per Mail (potentat@gmx.net).

Als Nickname benutzt er in nahezu allen Internetforen und sozialen Netzwerken „AASFRESSER“ – eine Anspielung auf den seines Erachtens sehr gelungenen Text von „Vanadium I-Ching“ der Einstürzenden Neubauten. Gelegentlich greift er auch auf „König“ oder „Zuzana Kopf“ (sein Pseudonym bei Heldenmutter) zurück. Eine innige Freundschaft verbindet ihn mit Gurke, seinem Marschall, WOHFG, Sascha, Gott und Hermann, was freilich in den Tippwettbewerben zu stärkerem Konkurrenzgefühl führt, wobei WOHFG sicherlich und zu Recht die Rolle des Erzrivalen einnimmt, was sich auch in der Ewigen Tabelle zeigt, wo die beiden seit etwa 2009 permanent um die Führung kämpfen.

Den Namen Polygraftechnika wählte er aufgrund des tatsächlich existierenden Heimatteams seiner damaligen Wirkungsstätte in der Ukraine. Er besuchte deren Spiele, teils auch mit Marian, regelmäßig, sah bspw. ein Pokalspiel gegen Schachtjor Donezk. Im Jahr 2001 gelang Polygraftechnika der Aufstieg in die höchste ukrainische Liga, leider zu einem Zeitpunkt, da er Oleksandrija gerade verließ. Leider hielt sich das Team dort nur ein Jahr. In den Nationalmannschaftsspielen funktioniert er gelegentlich auch unter dem Nick „Blokhin“.

Karriere als Clubtrainer (Polygraftechnika Oleksandrija)

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Rekorde
Höchster Heimsieg: 12:4 (2006, Spartak), 11:3 2012/13, Dukla)
Höchste Heimniederlage: 4:12 (2007, Slavia Revival, 5:13 / 2012/13, GV Mariechen)
Höchster Auswärtssieg: 13:2 (2006, Liptákov FC)
Höchste Auswärtsniederlage: 3:21 (2007, IP Polná)*
Torrekord Heim: 17 (2007, GV Mariechen)
Gegentorrekord Heim: 16 (2011, Juventus Patella)
Torrekord Auswärts: 16 (2014, Traktor)**
Gegentorrekord Auswärts: 21 (2007, IP Polná)
* Das ist die überhaupt höchste Niederlage, die jemals kassiert wurde…
** Das 16:15 ist das Spiel mit der zweithöchsten Torzahl aller Zeiten und führte den König direkt zur Meisterschaft

Serien

13 Spiele in Folge gewonnen (2005/06, GV „Edel-tun“)*
17 Spiele in Folge nicht verloren (2005/06, Korpiklaani)*
8 Spiele in Folge nicht gewonnen (2007/08, Traktor Rumpel)
5 Spiele in Folge verloren (2007/08, Scorpions)
* Bestwert aller Zeiten

2012: Es gibt nur einen Doppelmeister – Polygraftechnika. Das überstrahlt natürlich die ganz Saison. Ansonsten hat sich wieder einmal der DFB-Pokal als eine zu große Hürde für den König erwiesen. Auch ging schon wieder ein Finale verloren, diesmal auch noch gegen Spartak. Drei von vier Champions-League-Finals zu verlieren, das ist bitter und stellt für den Fall, dass Polygraftechnika im nächsten Jahr zum siebenten Mal in Folge das Finale eines europäischen Wettbewerbs erreicht, einen klaren Auftrag! Diese Bilanz muss verbessert werden – nur zwei Siege aus acht Finals, das dient wahrlich keiner Legitimation!

2013: In seiner fünften Champions-League-Saisons kam Polygraftechnika zum ersten Mal nicht ins Finale – noch schlimmer: Nächstes Jahr nur Europa League. Das war eine vollkommen verkorkste Saison. Zunächst spielte er noch eifrig oben mit, hatte auch Ambitionen, die Tabellenführung zu übernehmen – nach sieben Spieltagen lag er punktgleich mit Polly United ganz oben, mit sechs Punkten Vorsprung auf den späteren Meister Mariechen. Am 11. Spieltag gab es zuletzt Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Aber dann kam – beginnend mit der Niederlage gegen Spartak – eine heillose Serie von kleineren und größeren Katastrophen. Vor allem gegen die Gegner vom Tabellenende sah der König schlecht aus – zum Beispiel nur einen Punkt gegen den Klassenschlechtesten Gott! Wieder einmal hatte ein Meister große Probleme in der Folgesaison! Außer 4everMan FC, der wegen Nichttippens auf den 18. Platz gesetzt wurde, hat noch kein Meister im Jahr der Titelverteidigung einen zweistelligen Tabellenplatz geschafft. Bisher hat Traktor die schlechteste Platzierung nach seinem Meisterjahr gehabt – er wurde 7. Zur Verteidigung kann angeführt werden, dass ohne die unglückliche Niederlage gegen Korpiklaani am 33. Spieltag wohl sogar noch der 6. Platz herausgesprungen wäre. Aber man hat eben erst kein Glück, und dann kommt noch Pech dazu. Die Torausbeute selbst war insgesamt ganz zufriedenstellend. Bedenkt man, dass der König wohl an die 15-mal vor den Sonntagsspielen hinten lag und dann noch Tore durch gewisse Risiko-Tipps verloren hat, dann sind 233 Tore ganz in Ordnung… es war der fünfthöchste Wert.

Am allerletzten Spieltag der gesamten Tipp-Saison gelang ihm dann doch der versöhnliche Ausklang, in einem extrem knappen Spiel gelang ihm der Gewinn des DFB-Pokals…

2014: The king is back, long live the king! Nach acht Teilnahmen in den internationalen Club-Wettbewerben – bei siebenmaligem Einzug in ein europäisches Finale nun der dritte Titel, und damit ist Polygraftechnika das erste Team, dass den „Pokal der Loser“ zum zweiten Mal gewinnen konnte. Höheren Stellenwert hat freilich die dritte Meisterschaft, der ehrlichste aller Titel. Da tröstet man sich auch leicht darüber hinweg, dass diesmal beim DFB-Pokal wieder früh Schluss war! Man kann schließlich nicht alles gewinnen.

Die Meisterschaft zu erringen, war in diesem Jahr auch wieder schwer, zumal es diesmal bis zur letzten Spielminute der Saison ein packender Zweikampf mit Gott war. Dabei muss betont werden, dass es nicht gereicht hätte, wenn die Vorrunde nicht so hervorragend gelaufen wäre. Die Herbstmeisterschaft wurde mit einem scheinbar bequemen Polster von sechs Punkten Vorsprung gewonnen. In der Rückrunde quälte sich Oleksandrija aber doch gewaltig (8-2-7, Hinrunde: 13-1-3; genau dasselbe Missverhältnis besteht bei der Auswärts- und Heim-Bilanz)). Glücklicherweise, fand man gerade dann zur Form zurück, als die Tabellenspitze an Gott verloren ging. Die letzten beiden Spiele – wenn auch nicht frei von einigen glücklichen Umständen in den jeweils letzten Spielminuten – bewies der König seine Erfahrung: 17 von 18 möglichen richtigen Tendenzen, höchste Trefferzahl am letzten Spieltag.

2015/16: Der König hat 2015 eine weitere Schallmauer durchbrochen, und zwar die der bisher niemandem geglückten Titelverteidigung – abermals war es eine bis zum 34. Spieltag knappe Sache, wobei es dem Marschall (GV „Edel tun“ fast geglückt wäre, den König zu schlagen. Außerdem gelang das Double, auch der DFB-Pokal wurde gewonnen, zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Jahre, und das, obwohl gerade dieser Wettbewerb selten erfolgreich bestritten wurde.
2016: Eine Erfolgspause trat ein: Die hinrunde verlief miserabel, dann keimte kurz Hoffnung auf, nach ein paar Spieltagen war Polygraftechnika das zweitbeste Rückrunden-Team, verlor dann doch wieder an Boden, musste zeitweilig gar um die Qualifikation für die Europa League bangen, schaffte zum Saisonausklang aber immerhin noch einen passablen 8. Platz. Um Ausreden nie verlegen äußerte sich Oleg Blokhin, Cheftrainer: „Die knappen Spiele waren entscheidend, wir haben sieben Spiele mit dem knappsten aller Ergebnisse, also um ein Tor, verloren, jedoch nur zwei gewonnen. Hätten wir da ein bisschen mehr Fortune gehabt, wäre wenigstens ein Medaillenplatz drin gewesen.“
Es muss freilich erwähnt werden, dass der König sich in diesem Jahr nicht sonderlich treffsicher präsentierte. 211 Tore sind unterdurchschnittlich (Schnitt pro Saison 230,2). Nur einmal schoss er weniger Tore (201, Saison 2009/10). Besonders ärgerlich war die denkbar knappe Finalniederlage in der Champions League gegegn Lok Bergedorf – entstanden durch ein irreguläres Tor in der Verlängerung.

Karriere als Nationaltrainer (Ukraine)

Das Glück, dass dem König in der Liga mehr als einmal hold war, mochte sich bisher bei den großen Turnieren bisher nicht einstellen. Als einziger gelang es ihm zwar, alle WM-Vorrunden-Spiele zu gewinnen, das war letztlich aber zu nichts nütze, da er von allen Ausscheidungsspielen bisher nur eins gewinnen konnte – das letzte WM-Achtelfinale. Bei den Europameisterschaften scheiterte er zweimal denkbar knapp in der Vorrunde, war aber beide Male von allen ausgeschiedenen Teams das beste. Und obwohl es nach der Bilanz nicht so aussieht, so hat dennoch niemand in den vier Turnieren mehr Tore geschossen als eben er (Sascha folgt ihm mit sechs Toren Abstand).

2014: Die beiden letzten Turniere liefen gar nicht gut. Schon in der Vorrunde war ordentlich Sand im Getriebe, selbst die Siege gegen die vermeintlichen Außenseiter Polen und Papua-Neuguinea waren alles andere als überzeugend. Außerdem setzte es im neunten Vorrundenspiel die erste Niederlage (nach acht Siegen) – andererseits gelang es wenigstens, bei allen WM die Vorrunde zu überstehen. Ein schwacher Trost und nach Erreichen des dritten Titels in der Tippliga sicher nicht das, was die ukrainischen Fans erwartet hatten.

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