Michael Mäurer, „Herr Gott“

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Club: Gotteswolke, Mitglied der Tippliga seit 2011 / Vizemeister 2014
Land: Island

Michael – geboren in Gotha, aufgewachsen in Ohrdruf – studierte in Leipzig Jura, und zwar von 1992 bis 1997, begann dort also ein Jahr später als Klaus, endete aber mit ihm quasi zeitgleich. Für beide, dem einen als Jungadvokaten, dem anderen als Junglehrer, schloss sich ein zweijähriges Referendariat an, wobei Klaus jedoch in Leipzig verblieb, Gott sich jedoch mehr oder weniger freiwillig aus dem Dunstkreis der früheren PC-Spiel- und Wohn-Gemeinschaft verabschiedete („An dem Wochenende ist´s grad schlecht!). Irgendwann war der Kontakt auch zu seinen beiden Mitbewohnern, den beiden Sundhäusern Daniel und Daniel abgebrochen. Es hielten sich glaubhaft und hartnäckig Gerüchte, dass Gott praktisch jeden Tag anrufe. Jetzt kann man es ja zugeben: Da war der Wunsch der Vater des Gedanken!

Klaus war es letztlich vorbehalten, Gott dann endlich (im Mai 2011) im Facebook ausfindig zu machen. Nun erscheint er uns wieder regelmäßig und schickt sich an, seine Göttlichkeit in der Tippliga zu beweisen.

Seit 2000 arbeitet er als Anwalt, ist verheiratet, hat zwei „Scheißpakete“ – auch dieses Wort ist ein Bonmot von ihm.

Mit den beiden Daniels verbindet ihn immer noch die Treue zum HSV, auch die Vorliebe für Depeche Mode.

Nachdem uns Gott verlassen hatte, teilte er irgendwann mal mit, er würde jetzt in einer Heavy-Metal-Kapelle spielen – also ich persönlich konnte das nun wirklich nie glauben, denn ich habe ihn weder mal mit einer Gitarre in der Hand gesehen, noch hörte er Metal. Und doch ist es so. Bis heute spielt er aktiv die Thüringer Lande hoch und runter. Außerdem spielt er aktiv Fußball bei der Alten Herrenmannschaft des SV Blau-Weiß Ballstädt.

Über Dinge, die mit dem Göttlichen zusammenhängen, könnte man wohl eine Monographie schreiben, das wiederum wäre ein Marschallsdienst!

Eine Sache aber vielleicht doch noch: Wir schauten einst (etwa 1996) das Spiel Dynamo Dresden gegen Bayern München, Hermann schaute es wegen unserer Kommentare glaube ich nebenan… die Bayern führten wie immer unverdient 1:0 und im Prinzip war die Sache gegessen, aber mit seiner ihm eigenen Souveränität ließ Gott verlauten, Dresden würde noch gewinnen, und zwar durch zwei Tore von Uwe Jähnig… er hatte seine Göttlichkeit bewiesen…

Karriere als Clubtrainer (Gotteswolke)

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Rekorde
Höchster Heimsieg: 15:5 (2015, FC Manto)
Höchste Heimniederlage: 4:12 (2015, GV Mariechen)
Höchster Auswärtssieg: 13:6 (2015, 4ever Man FC)
Höchste Auswärtsniederlage: 2:8 (2013, Spartak), 3:9 (2013, Los Merengues), 5:11 (2013, 1. FC Potte)
Torrekord Heim: 15 (2014, GV „In Behandlung“, 2015 FC Manto)
Gegentorrekord Heim: 12 (2012, 4everMan FC)
Torrekord Auswärts: 13 (2012, GV „Edel tun“, 2015 4ever Man FC)
Gegentorrekord Auswärts: 14 (2014, Lok Bergedorf)

Serien

3 Spiele in Folge gewonnen (2012, verschiedene)
7 Spiele in Folge nicht verloren (2014, GV Mariechen)*
12 Spiele in Folge nicht gewonnen (2013, Lok Bergedorf)
8 Spiele in Folge verloren (2013, Polygraftechnika)
* die ersten vier Spiele dieser Serie waren Remis

2012: Selbst Gott sein kann offensichtlich verlernt werden. Wir wollen nicht frech werden und Legitimationen einfordern, aber wir schreien „Gib uns ein Zeichen!“ – Gott wird es geben. Leider hatte die Europa League knapp verpasst, so dass er schon jetzt mit den Vorbereitungen auf die nächste Bundesliga-Saison sowie den DFB-Pokal beginnen kann. Ihm steht dann zu Beginn der Saison ein komplett ausgeruhtes Team zur Verfügung. Kürzlich kam ja auch ein bekannt markige Ankündigung: „In der nächsten Saison rolle ich das Feld von hinten auf“ – das passt, jetzt allerdings hat er die letzten vier Spiele der Saison nicht gewonnen. Negativrekord. Wir werden sehen, wie es nächste Saison läuft. Polygraftechnika war in der halben Probesaison, die vor dem ersten regulären Liga-Jahr geschaltet wurde, Vorletzter – in jenem dann wurde es Meister!

2013: Nun, den Grundstein dafür, das Feld von hinten aufzurollen, hat Gott mit aller Konsequenz gelegt. Mit einer nahezu beispiellosen Niederlagenserie gleich zu Beginn der Saison konnte Gott seinen Anspruch auf den letzten Tabellenplatz gnadenlos durchsetzen. Sieben Niederlagen in den ersten sieben Spielen, dass ist bisher nur dem „GV Edel tun“ gelungen. Mit dem Aufrollen hat es dann freilich nicht ganz geklappt. Lange, lange dauerte es, bis Gott endlich 17. war, was allerdings auch nur geschah, weil Quebra-Gelo wegen eines Nichttipps automatisch ans Tabellenende gesetzt wurde. Die Rückrunde lief für Gott dann besser (Platz 11 in der Rückrundentabelle). Nach einer Miniserie von 10 Punkten aus vier Spielen schwang er sich kurzfristig auf Platz 16, wurde aber kurz darauf wieder von den Los Merengues verdrängt, welches am Ende zwei Punkte mehr auf dem Konto hatte. Die Los Merengues haben Gotteswolke übrigens in beiden Spielen 9:3 geschlagen. Tut man denn so???

2014: Natürlich lassen sich Verlauf und Ergebnis der Saison mit den beiden vorangegangenen nicht vergleich. Der Vizemeistertitel ist nach den ersten beiden enttäuschenden Jahren nicht zu erwarten gewesen. Natürlich lief auch vieles besser als bis dato: In dieser Saison bekam niemand so wenig Gegentreffer eingeschenkt wie Gott – das war in den Vorjahren ganz anders… in der Einstiegssaison hatte er 44 Gegentreffer mehr! Allerdings traf er diese Saison auch 28-mal mehr! Am letzten Spieltag reichte es dann nicht ganz. Selbst war die Aufgabe – drei Punkte – erfüllt worden, aber Polygraftechnika siegte ebenfalls, so dass sich die Niederlage gegen Lok Bergedorf am 33. Spieltag letztendlich als entscheidend herausstellte. An den vorangegangenen 78 Spieltagen führte Gott die Tabelle an, natürlich bitter, wenn man so kurz vorher dann doch noch abrutscht. „der Trainer“ sieht´s gelassen: „Ziel war Champions League, das haben wir erreicht!“ Wir werden abwarten müssen, ob und wann sich Gott eine weitere Chance eröffnet, dem Meistertitel zu holen.

2015/16: Gott konnte nach der Vizemeisterschaft nicht wirklich überzeugen – unterm Strich sprangen zweimal die Qualifikation für die Europa League heraus, auch in den Cup-Wettbewerben gelang es nicht die göttliche Aura in Bares umzuwandeln.

Karriere als Nationaltrainer (Island)

Gott gelangte, ohne sich qualifizieren zu müssen, gleich nach seiner ersten Tippliga-Saison in die EM-Endrunde 2012. Dort setzte er mit dem vierten Platz ein Achtungszeichen, war jedenfalls erfolgreicher als in den beiden ersten Tippliga-Jahren.

2014 begann Gott stark, traf – gemeinsam mit Pavel (Portugal) nach Belieben – allein, zum Schluss reichte es doch wieder nur für einen Platz im Mittelfeld. Schuld daran war ein starkes Italien, welches ihm gleich im Achtelfinale den Zahn zog. In den letzten acht Spielen blieben Volltreffer aus, so dass er noch die Schweiz vorbeiziehen lassen musste und nicht einmal in die Top Ten kam.

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